Team Deutschland

Team Deutschland 2013/2014

Die besten Wettkämpfer Deutschlands trafen sich vom 3.-6.Juli 2013 am Forstlichen Bildungszentrum Königsbronn zum Kaderausscheid für die neue Nationalmannschaft der Waldarbeit. An drei Wettbewerbstagen wurden von 13 Teilnehmern die drei besten Profis und der beste Junior ermittelt. In insgesamt fünf Wettbewerben mit den Disziplinen Kettenwechsel, Kombinations- und Präzisionsschnitt, sowie Entastung und Baumfällung mussten sie ihr Können unter Beweis stellen. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung zum achten Mal vom Landesverband Waldarbeitsmeisterschaften Baden-Württemberg in Königsbronn. Die Teamführung Markus Wick (FBZ Königsbronn) und Wolfgang Junglas (UFB Heidenheim) freut sich, das Neue Deutsche Nationalteam auf die Weltmeisterschaft im September 2014 in der Schweiz vorbereiten zu können. Als bester Junior mit dabei ist Martin Schraitle aus Nürtingen.

Herr Wick die neue Nationalmannschaft steht und damit sind die Weichen schon jetzt für die WM im nächsten Jahr gestellt. Was ist bis dahin noch zu tun?

Markus Wick: Wichtig ist jetzt erst einmal, dass wir uns als Mannschaft finden. Die Athleten kennen sich zwar alle von vielen Meisterschaften, sind aber jetzt in der Nationalmannschaft erstmalig in dieser Formation zusammen. Die Hessische Meisterschaft ist die letzte Veranstaltung der Saison. Im Oktober werden wir uns treffen und Organisatorisches besprechen. Danach wird es auch nochmal eine gemeinsame Aktivität ohne Sägen, ohne Wettkampf geben, um sich besser kennen zu lernen und den berühmten Teamspirit zu forcieren. Wir treten bei einer WM schließlich auch als Mannschaft auf, die ein gemeinsames Ziel hat. Das eigentlich Training, inkl. Trainingslager, beginnt dann erst im nächsten Frühjahr. Dann werden wir auch verstärkt ausländische Veranstaltungen besuchen, um schon vor der WM möglichst internationale Erfahrungen zu sammeln. Die Männer müssen dann in der Schweiz topfit sein.

Erstmalig seit längerem steht in der aktuellen Deutschen Auswahl kein hessischer Athlet. Haben die Hessen derzeit keine guten Leute?

Markus Wick: Und ob. Die haben sogar sehr gute Leute. Aber leider haben die Ausscheidungskämpfe den Ausschlag gegeben und da haben ihnen eben ein paar Punkte gefehlt. Das ist für die betreffenden Teilnehmer natürlich bitter, aber so ist der Modus. Andererseits birgt eine neue Mannschaft immer auch eine neue Chance.

Diejenigen, die den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft haben, sind garantiert in der Schweiz dabei. Können die sich jetzt also entspannt zurück lehnen?

Markus Wick: Von wegen. Die Hessische Meisterschaft ist der erste Wettkampf nach der Kaderfindung. Hier stehen die Nationalmannschaftsmitglieder also das erste Mal unter Beobachtung. Nicht nur von mir, sondern auch von allen anderen. In Lohfelden ist das Beste am Start, was es in Deutschland in unserem Sport gibt. Da gibt es dann auch für jeden, der ambitioniert ist, die erste Chance auf sich aufmerksam zu machen und sich für eine Einladung zur Kaderfindung für die WM 2016 zu empfehlen.

Sie und Ihre Kollegen bieten hochkarätigen Sport. Wie kommen Sie dann mit dem etwas biederen Begriff “Waldarbeitsmeisterschaften” klar?

Markus Wick: Wir könnten uns in der Tat etwas moderner präsentieren – auch wenn unser Tun mit großer Tradition verbunden ist. Das geht hin bis zum Modus einzelner Disziplinen, den man straffen und damit für Zuschauer noch attraktiver machen könnte. Andere Länder sind da schon weiter. Der hessische Verband ist übrigens auch ziemlich innovativ. Der könnte durchaus mal wieder eine Deutsche Meisterschaft ausrichten. [B.K.]